Grünen Wasserstoff für Gasheizungen wird es so bald nicht geben

Mittwoch, 14. Juli 2021 | Autor: Joachim Berner

Solarthermie installieren statt Gasheizungen Solarthermie installieren statt Gasheizungen Gasheizungen stellen wahrscheinlich eine ökologische und finanzielle Fehlkalkulation dar. Grund: Grüner Wasserstoff wird noch lange knapp und teuer bleiben. Darauf weist Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg hin.

Gasheizungen werden keinen grünen Wasserstoff bekommen

“Wer heute noch Gasheizungen kauft oder eine Gasleitung in ein Wohngebiet legt, trifft eindeutig eine Fehlentscheidung, selbst wenn er sie später mit grünem Wasserstoff betreiben will”, erklärt Dürr-Pucher, Vorsitzender der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg (Plattform EE BW). Seine Begründung: Erstens werde Erdgas durch den CO2-Preis teurer und die negativen Klimaeffekte durch Erdgasförderung und Leckagen seien stärker zu berücksichtigen. Zweitens sei grüner Wasserstoff im Gebäudesektor anderen Energieträgern unterlegen. So erzeuge eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Bei der Elektrolyse aus Ökostrom dagegen brauche es drei Kilowatt erneuerbaren Strom, um eine Kilowattstunde grünen Wasserstoff zu produzieren. Power-to-heat sei damit um den Faktor neun effizienter. Drittens bleibe grüner Wasserstoff ein knappes Gut und komme zuerst in der Industrie und in der Mobilität zum Einsatz. Entsprechend werde sich der Preis entwickeln.

Ökowärmebranche muss wachsen können

Statt auf grünen Wasserstoff für Gasheizungen zu setzen, fordert die Plattform EE BW den zügigen Ausbau von regenerativer Wärmenetzen mit Speichern und den Einsatz regenerativer Einzelheizungen. “Die Planung und der Bau von konkreten Solarthermieanlagen, Hackschnitzelkesseln, Abwärmeanlagen, Wärmepumpen, Fernwärmeverbünden und Wärmespeichern muss spätestens 2022 beginnen”, sagt Dürr-Pucher. Dazu müsse die Branche schnell wachsen, denn im Gegensatz zu Wind- und Solarparks, wo die Firmen in den Startlöchern stehen und morgen doppelt so viele Anlagen bauen könnten wie heute, würden im Wärmesektor vor allem beim Tief- und Rohrleitungsbau schlagkräftige Unternehmen und Fachkräfte fehlen.

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